Auf den Spuren eines Liedes

Jeder kennt es. Jeder singt es einmal im Jahr. Ob auf Deutsch, Englisch oder Polnisch. Es wurde sogar zum immateriellen Kulturerbe Österreichs erklärt. Und doch wissen nur wenige, dass das berühmteste Weihnachtslied der Welt seinen Ursprung in Salzburg hat, und auch Hallein eine besondere Rolle spielt.

Stille Nacht, heilige Nacht. Angesichts der Tatsache, dass es sich bei dem Lied um eines der bekanntesten kulturellen Salzburger Exportartikel handelt, ist es touristisch gesehen tatsächlich recht still um dieses Lied. Nicht viele wissen, dass es in Hallein beispielsweise ein Stille Nacht Museum gibt. Nur etwa 4.000 Besucher finden jährlich den Weg zum unscheinbaren Haus gegenüber der Stadtpfarrkirche in Hallein. Im ersten Stock befinden sich drei kleine Räume, in denen der Komponist des Liedes, Franz Xaver Gruber, seine zweite Lebenshälfte verbrachte. Bewundern kann man einige Originalinstrumente wie die Gitarre, auf der Textschreiber Joseph Mohr das Weihnachtslied zum ersten Mal spielte, sowie viele Gegenstände und Originalmöbel aus der Hinterlassenschaft Grubers. Außerdem sind die Originalnoten hier gesammelt. Vor dem Museum, wo sich früher der Friedhof befand, ist heute noch das Grab Grubers. Jedes Jahr am 24. Dezember wird hier um 17 Uhr zum Singen eingeladen.

Franz Xaver Gruber © Tenngau.com
Ein stiller Siegeszug um die Welt

Gruber war Lehrer, wollte aber immer Musiker sein. Nach Hallein verschlug es ihn, weil er eine Stelle als Stadtpfarrchorregent und Organist fand. Somit hatte er für die geistliche Musik zu sorgen und war am Ziel seiner Träume. Als er 1818 die zugehörige Melodie zum von Joseph Moor verfassten Text komponierte, wusste er freilich nicht, welchen Siegeszug das Lied antreten würde. Mittlerweile wird es in 300 Sprachen über den Erdball verteilt gesungen. Der Text thematisiert den Wunsch der Menschen nach allumfassenden Frieden und wird von Generation zu Generation konfessions- und nationenübergreifend weitergegeben. Neben Hallein sind noch fünf weitere Salzburger Orte an der Entstehung des Liedes beteiligt: Arnsdorf, Mariapfarr, Oberndorf, Wagrain und natürlich Salzburg.

 

 

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