Wandern und Gourmet-Erlebnis – diese beiden Leidenschaften lassen sich perfekt verbinden! Beim Spaziergang durch Österreichs wunderbare Berglandschaften habe ich gelernt, dass die Natur selbst eine köstliche Speisekammer ist. Wildkräuter beim Wandern sammeln ist nicht nur ein spannendes Abenteuer, sondern auch eine Möglichkeit, die Wanderung mit kulinarischen Highlights zu bereichern. Doch nicht alle Pflanzen sind zum Essen geeignet – daher möchte ich dir heute zeigen, welche Wildkräuter beim Wandern sammeln wirklich sicher ist.
Die besten essbaren Wildkräuter in Österreich
Österreich bietet auf seinen Wanderwegen eine beeindruckende Vielfalt an Wildkräutern. Besonders bei Wanderungen in den Alpen, etwa rund um Kitzbühel oder in den Zillertal-Bergen, habe ich die wertvollsten Pflanzen entdeckt. Wildkräuter beim Wandern sammeln erfordert aber Kenntnisse – nur wer die Pflanzen sicher erkennt, sollte sie pflücken.
Der Bärlauch ist einer meiner Favoriten. Im Frühling, etwa März bis Mai, findet man diese wohlriechende Pflanze in schattigen Waldgebieten – besonders häufig rund um die Hohe Tauern. Die charakteristischen breiten Blätter und der intensive Knoblauchgeruch machen Bärlauch unverwechselbar. Frisch gepflückt schmeckt er hervorragend in Wanderbrot mit Butter oder als Würzung für die Jause.
Eine weitere Schatzgruppe sind die Ampfer-Arten. Der Sauerampfer mit seinen säuerlichen Blättern gedeiht überall auf österreichischen Almwiesen – von der Rax bis zum Ötscher. Roh gekaut erfrischt Sauerampfer wunderbar an heißen Wandertagen, enthält aber auch Oxalsäure, weshalb man es nicht in großen Mengen essen sollte.
- Giersch – Die „Geißfuß“ genannte Pflanze findet sich in feuchten Laubwäldern und schmeckt mild gemüsig
- Knoblauchsrauke – Ein zartes Frühlingskraut mit würzigem Geschmack, perfekt für Pesto
- Schafgarbe – Für Tee getrocknet ein Klassiker auf jeder Alm
- Gänseblümchen – Hübsch anzusehen und essbar, besonders in Salaten
- Spitzwegerich – Als Tee beruhigend und überall zu finden
Sicherheit beim Wildkraut-Sammeln
Beim Wildkräuter beim Wandern sammeln ist Vorsicht geboten – es gibt auch giftige Doubles! Das beste Beispiel: Der giftige Gefleckte Schierling sieht dem harmlosen Giersch ähnlich. Deshalb meine wichtigste Regel: Sammelt nur Pflanzen, die ihr 100% sicher erkennt!
Mein persönlicher Tipp für sichere Wanderungen mit Kräutersammlung: Besorgt euch einen guten Bestimmungsführer oder noch besser – plant eine geführte Kräuterwanderung! Im Bregenzerwald oder rund um Großglockner bieten lokale Naturführer großartige Touren an, bei denen ihr von Experten lernt, welche Pflanzen sicher sind.
Wichtig ist auch: Sammelt nicht in Naturschutzgebieten und nehmt nicht zu viel von einer Stelle. Der Respekt vor der Natur ist das oberste Gebot. Auf den Almweiden der Tiroler und Vorarlberger Berge etwa sollte man nur kleine Mengen für den Eigenbedarf mitnehmen.
Praktische Tipps für unterwegs
Bei meinen Wanderungen durch das Salzkammergut und die Wiener Alpen habe ich gelernt, dass man für Wildkräuter beim Wandern sammeln nicht viel braucht. Ein kleiner Stoffbeutel, eine Schere oder ein Messer – mehr ist nicht notwendig. Pflückt mit den Fingern oder schneidet die Pflanzen ab, zieht sie nie mit der Wurzel aus.
Besonders rund um den Attersee und in den Kalkvoralpen wachsen essbare Wildkräuter in Fülle. Direkt nach der Wanderung kannst du deine Ernte im Bach waschen und sofort genießen – das ist das beste Outdoor-Dinner, das ich kenne!
Mein absoluter Favorit: Wildkräuter-Butter selbermachen. Sammle deine liebsten Kräuter, hacke sie klein, vermische sie mit Butter und nimm sie in einer Dose mit auf die nächste Wanderung. Auf einem frischen Bergbrot schmeckt das herrlich!
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