Wandern im Habachtal – das Smaragdtal Salzburgs
So verläuft die Tour
- 1Start: Parkplatz Habachtal, Bramberg am Wildkogel (ca. 849 m).
- 2Höchster Punkt der Tour (ca. 1.410 m).
- 3Ziel der Tour – Ende des beschriebenen Wegverlaufs.
Routenverlauf
Höhenprofil
Track aus OpenStreetMap-Daten (BRouter, hiking-mountain) – © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Basiskarte: OpenStreetMap / OpenTopoMap. Punkte 1–3 markieren den Verlauf in Karte und Profil.
- Start am Parkplatz Habachtal (ca. 850 m) – auf dem beschilderten Smaragdwanderweg taleinwärts.
- Durch das mittlere Habachtal entlang des Habachs, mit Infotafeln zum Smaragdvorkommen.
- Ende des Smaragdwanderwegs (ca. 1410 m). Die eigentliche Smaragd-Fundstelle (Leckbachrinne) liegt deutlich höher und ist nur über einen langen Bergweg erreichbar.
Das grüne Juwel der Hohen Tauern
Im Habachtal, einem Seitental des Pinzgaus, wurden einst die schönsten Smaragde Europas gefunden – noch heute kann man hier nach den grünen Edelsteinen suchen. Der Nationalpark Hohe Tauern schützt diese einzigartige Naturlandschaft.
Wegbeschreibung
Etappe 1 – Parkplatz bis Habach-Alm: Entlang des rauschenden Habachbaches führt ein romantischer Wanderweg bergauf. Überall glitzert das Wasser über moosbewachsene Steine – der Name „Smaragdtal“ geht aber nicht auf das glitzernde Wasser zurück, sondern auf die echten Smaragde, die hoch im hinteren Talschluss vorkommen.
Etappe 2 – Habachalm bis Smaragd-Fundstellen: Die eigentliche Smaragd-Fundstelle liegt erst weit oben im hinteren Habachtal an der Leckbachrinne – dem historischen Smaragdvorkommen – und ist nur über einen langen, konditionell fordernden Bergweg erreichbar. Ein beiläufiges Finden von Smaragden im Bachbett oberhalb der Alm ist hingegen nicht zu erwarten.
Etappe 3 – Großer Wasserfall & Rückweg: Ein beeindruckender Wasserfall markiert den Wendepunkt der Tour. Der Rückweg folgt derselben Route – im Abendlicht wirkt das Tal nochmals magischer.
Smaragd-Suche
Das Suchen nach Smaragden ist nur im ausgewiesenen Bereich der Leckbachrinne gestattet. Mitbringen: festes Schuhwerk, Handschuhe, kleine Schaufel. Das Gebiet liegt im Nationalpark Hohe Tauern – informiere dich vorab über die aktuell geltenden Regeln zum Sammeln.
Erlebnisbericht aus dem Habachtal – dem Smaragdtal
Aus unserem wanderland-Blog: ein Streifzug durch das Tal mit dem einzigartigen Smaragdvorkommen.
Das Tal mit dem einzigartigen Smaragdvorkommen
Das Habachtal ist ein wildromantisches Seitental im Pinzgau, das tief in die Venedigergruppe des Nationalparks Hohe Tauern reicht. Durchflossen vom Habach, zeigt es die typische, von Gletschern geformte Trogform – vom breiten Talboden bis zum vergletscherten Talschluss in den Hochlagen der Venedigergruppe.
Berühmt ist das Tal als einziges bedeutendes Smaragdvorkommen Europas. Gezielten Abbau gibt es seit dem 17. Jahrhundert; von 1862 bis 1878 ließ der Wiener Juwelier Samuel Goldschmidt hier systematisch Stollen vortreiben. Heute ist die Gewinnung wirtschaftlich nicht mehr rentabel und dient vor allem dem Tourismus.
Der Smaragd in den britischen Kronjuwelen – Legende oder Tatsache?
Kaum eine Geschichte über das Habachtal kommt ohne sie aus: Ein 42-karätiger Smaragd von hier soll die britischen Kronjuwelen schmücken. Die Erzählung geht auf einen Bericht über Goldschmidts Funde zurück und wird seither von unzähligen Quellen weitergereicht.
Belegen lässt sie sich allerdings nicht. Auf Nachfrage fanden weder die Royal Collection Trust noch deren Kuratoren einen Hinweis auf einen Smaragd dieser Beschreibung; auch die 1998 veröffentlichte, bislang umfassendste Studie zu den Kronjuwelen führt keinen Stein aus dem Habachtal. Die verbreitete Behauptung, er liege einzeln im Tower of London, wurde ebenfalls verneint. Wir führen die Geschichte deshalb als das, was sie nach heutigem Stand ist: eine schöne Legende.
Bildergalerie
30 Fotos – zum Blättern anklicken
Häufige Fragen zur Wanderung ins Habachtal
Kann ich im Habachtal wirklich Smaragde finden?
Möglich ja, wahrscheinlich nein. Gesucht werden darf ausschließlich im ausgewiesenen Bereich der Leckbachrinne weit oben im hinteren Talschluss. Im Bachbett unterhalb der Alm wirst du keine Smaragde finden – wer damit rechnet, wird enttäuscht.
Wie anspruchsvoll ist der Weg zur Fundstelle?
Der Talweg bis zur Alm ist unproblematisch und auch für Familien machbar. Die eigentliche Fundstelle an der Leckbachrinne liegt jedoch deutlich höher und ist nur über einen langen, konditionell fordernden Bergweg erreichbar. Plane dafür einen ganzen Tag ein.
Was sollte ich mitnehmen?
Festes Schuhwerk, Handschuhe und eine kleine Schaufel. Dazu ausreichend Wasser und Wetterschutz – im Talschluss kann das Wetter rasch umschlagen.
Gilt hier etwas Besonderes wegen des Nationalparks?
Ja. Das Habachtal liegt in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern. Informiere dich vor der Tour über die aktuellen Regeln zum Sammeln und bleib auf den markierten Wegen.
Wann ist die beste Zeit für die Tour?
Die Sommermonate bis in den Frühherbst. Im Winter ist das enge Tal lawinengefährdet – nicht umsonst war es nie dauerhaft besiedelt.
Unterkunfts-Tipp: Wer das Salzburger Land in Ruhe erkunden möchte, findet in der Ferienwohnung Untersbergblick in Puch bei Salzburg einen ruhigen Ausgangspunkt mit Blick auf den Untersberg. Weitere Ziele im Pinzgau zeigt unsere Gipfelrunde am Schattberg, alle Routen findest du in der Tourenübersicht.
Linktipp
Viele weitere Infos und Angebote zum Habachtal gibt es beim Nationalpark Hohe Tauern.
Fotos: wanderland.at.





























