Schladminger Tauern: Wanderparadies ueber den Baumgrenzen
Steiermark
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Schladminger Tauern: Wanderparadies ueber den Baumgrenzen

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Die Schladminger Tauern sind eines der imposantesten Wandergebiete der Steiermark – und ich habe es mir nicht nehmen lassen, dieses fantastische Bergmassiv selbst zu erkunden. Was ich dort oben in der dünneren Luft erlebt habe, hat meine Erwartungen weit übertroffen. Wer denkt, dass Österreich nur Alpine Klassiker wie das Zillertal oder die Ötztal bietet, wird hier eines Besseren belehrt.

Die Schladminger Tauern erstrecken sich über ein rund 40 Quadratkilometer großes Areal zwischen dem Ennstal und dem Salzburger Land. Das Massiv besticht nicht nur durch seine wildromatischen Gipfel und klaren Bergbäche, sondern auch durch seine unglaubliche Vielfalt. Ob Anfänger oder erfahrener Alpinist – hier findet jeder sein Glück.

Gipfelstürme und alpine Abenteuer

Der Höhepunkt der Schladminger Tauern ist zweifelsohne der Hochgolling mit 2.862 Metern. Von Schladming aus erreichbar, bietet dieser majestätische Gipfel Panoramablicke, die bis zu den Salzburger Alpen reichen. Die Tour zum Hochgolling ist anspruchsvoll, aber die Belohnung ist unbezahlbar – ein 360-Grad-Ausblick, der mir noch heute vor Augen steht.

Nicht weniger beeindruckend ist der Seckauer Sonnblick, einer der dominantesten Gipfel des Massivs. Von hier aus kann man an klaren Tagen die Gletscher der Hohen Tauern erkennen. Die Route über die Hochalm ist technisch etwas anspruchsvoller, belohnt Wanderer aber mit unvergesslichen Aussichten und der Gewissheit, echte Bergluft geatmet zu haben.

Für jene, die es gemütlicher angehen möchten, empfehle ich den Weg zum Landfriedstein. Mit 2.536 Metern ist dieser Gipfel leichter zu erreichen, bietet aber dennoch fantastische Fernblicke über das Ennstal bis hinein in die steirischen Voralpen.

Alpine Hütten und bergsteigerische Tradition

Das Besondere an den Schladminger Tauern ist das Netzwerk an alpinen Hütten, die Wanderern Zuflucht und Verpflegung bieten. Die Preuneralm und die Landfriedalm sind wahre Geheimtipps – hier bekommt man noch echte steirische Küche serviert, während man auf die umliegenden Berge blickt.

Die Region hat eine lange bergsteigerische Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert zogen Alpinisten in diese Gegend, um die Gipfel zu bezwingen. Diese Geschichte spürt man noch heute an vielen Orten, besonders in Schladming selbst, das als Tor zu den Schladminger Tauern fungiert.

Wandern zu jeder Jahreszeit

Was die Schladminger Tauern wirklich auszeichnet, ist deren Eignung für alle Jahreszeiten:

  • Sommer: Hochalpentouren und mehrtägige Hüttentreks in ihrer ganzen Pracht
  • Herbst: Farbenfrohe Almwanderwege mit kristallklarer Fernsicht
  • Frühling: Erwachende Natur und erste Bergblüten auf den Wiesen
  • Winter: Schneeschuhwanderungen und Skitourenparadiese

Die beste Zeit für ambitionierte Bergwanderungen ist definitiv Juni bis September. In dieser Phase sind die Schneefelder geschmolzen und die alpinen Hütten durchgehend bewirtschaftet. Ich persönlich liebe den frühen September – zu dieser Zeit ist der Andrang kleiner, und die ersten Herbstfarben zauber bereits ihre magische Atmosphäre in die Berglandschaft.

Die Schladminger Tauern sind nicht nur ein Wanderparadies, sondern auch eine Schule für Demut vor der Natur. Jeder Aufstieg auf einen dieser Gipfel lehrt uns, dass echte Abenteuer noch möglich sind – direkt vor unserer Haustür in Österreich. Also, schnürt die Wanderstiefel und macht euch auf in eines der letzten großen Abenteuer der Ostalpen!

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