Gipfelerlebnis Grosser Priel: Ein echter Steirer-Klassiker
Erlebnisse
Beitrag

Gipfelerlebnis Grosser Priel: Ein echter Steirer-Klassiker

4 Min. Lesezeit

Es gibt Berge, die man einfach erklommen haben muss – und der Großer Priel gehört definitiv dazu! Wer in der Steiermark wandert, kommt an diesem beeindruckenden 2.515 Meter hohen Gipfel nicht vorbei. Der Großer Priel ist nicht nur einer der markantesten Berge der Region, sondern auch ein wahrer Klassiker für alle, die echte Alpine Erfahrung suchen. Nach meiner jüngsten Besteigung kann ich mit Fug und Recht sagen: Dieser Berg hat absolut seinen legendären Ruf verdient!

Der Großer Priel – Wächter der Steirischen Alpen

Der Großer Priel erhebt sich majestätisch über das Ennstal und bildet zusammen mit dem Kleineren Priel ein markantes Bergmassiv, das weit sichtbar über die Landschaft ragt. Als ich zum ersten Mal den Gipfel erreichte, verstand ich sofort, warum dieser Berg in der Steiermark so verehrt wird. Die Aussicht ist schlicht atemberaubend: Im Norden blickt man zu den Niederen Tauern, im Süden erstreckt sich das Ennstal mit seinen grünen Wiesen und romantischen Ortschaften wie Hieflau oder Altenmarkt.

Was den Großer Priel besonders macht, ist die perfekte Mischung aus Zugänglichkeit und echter alpiner Herausforderung. Die Route erfordert zwar alpine Grundkenntnisse und Trittsicherheit, ist aber mit guter Vorbereitung auch für ambitionierte Wanderer machbar. Die charakteristischen Steinmännchen markieren den Weg – bewährte Orientierungspunkte, denen man vertrauen kann.

Die Besteigung des Großer Priel

Die beliebteste Route zum Großer Priel führt ab dem Tal der Salza durch die beeindruckende Prielschutzgebiet-Schlucht. Der Aufstieg selbst ist schweißtreibend – etwa 1.200 Höhenmeter trennen dich vom Gipfel – aber jeder einzelne Meter zahlt sich aus. Die ersten Stunden führen durch bewaldete Hanglagen, wo du der Natur ganz nah bist. Der Wald riecht nach Erde und Fichte, und der Sound ist einfach pure Natur: Vogelgesang, rauschendes Wasser, deine eigenen Schritte.

Je höher du steigst, desto beeindruckender wird die Kulisse. Plötzlich öffnet sich der Blick auf die umliegenden Gipfel: Der Hochtor, der Präbichl, und bei guten Bedingungen sogar zum Dachstein. Kurz unterhalb des Gipfels wird’s ernst – hier ist Konzentration gefragt. Die letzten Meter zum Großer Priel sind teils ausgesetzt und erfordern Hände und Füße. Aber dann – endlich! – stehst du am Gipfel und die Welt liegt dir zu Füßen.

Praktische Tipps für deine Tour

Wer den Großer Priel bezwingen möchte, sollte folgende Punkte beachten:

  • Ausrüstung: Festes Schuhwerk ist absolut notwendig. Die Wege sind teils felsig und rutschig. Trekking-Stöcke helfen beim Abstieg enorm.
  • Zeitplanung: Rechne mit 5-7 Stunden Aufstieg ein. Früher Start ist wichtig – je früher du am Großer Priel ankommst, desto besser die Sicht und desto mehr Zeit für die Rückfahrt.
  • Wetter: Bergwetter ist unberechenbar. Der Großer Priel kann bei Gewitter gefährlich werden – bitte unbedingt beachten!
  • Verpflegung: Ausreichend Wasser und Energieriegel mitnehmen. Es gibt unterwegs keine Versorgungsmöglichkeiten.
  • Beste Jahreszeit: Juni bis September sind ideal. Frühjahr und Herbst können schneefallen – erkundige dich vorher nach den Bedingungen.

Eine besonders schöne Alternative ist der Aufstieg von der Hölltalhütte aus, die sich gemütlich ins Tal schmiegt. Von hier aus erreichst du den Großer Priel über den klassischen Südrücken – eine Route, die mehr alpines Feeling vermittelt.

Ich kann euch nur empfehlen: Macht euch auf den Weg zum Großer Priel! Dieser Berg lehrt dich nicht nur etwas über deine eigenen Grenzen, sondern auch über die beeindruckende Schönheit der Steirischen Alpen. Jede Anstrengung auf dem Weg nach oben wird am Gipfel tausendfach belohnt. Der Großer Priel ist nicht einfach nur ein Berg – er ist ein Erlebnis, das dir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Entdecke weitere Touren auf wanderland.at.

Teilen