Aigner Park Salzburg: kurze Runde im historischen Landschaftsgarten
Eigene Aufzeichnung, gegangen am 13. August 2026 GPX herunterladen
So verläuft die Tour
- 1Start und Ziel: Parkeingang Aigner Park (ca. 462 m)
- 2Beginn des Anstiegs in den Waldhang (ca. 477 m)
- 3Höchster Punkt der Runde (ca. 500 m)
Der Aigner Park am Fuß des Gaisbergs ist einer der stillsten Orte der Stadt Salzburg und zugleich einer der bedeutendsten Landschaftsgärten Österreichs. Diese kurze Runde im unteren Parkteil misst rund 1,3 Kilometer bei etwa 40 Höhenmetern und ist in einer guten halben Stunde zu gehen. Sie eignet sich für Familien, Städtereisende und alle, die zwischendurch eine Stunde Wald brauchen. Ausgangspunkt ist der Parkeingang in Salzburg-Aigen, nur wenige Gehminuten von der S-Bahn-Station Salzburg Aigen entfernt.

Wie anspruchsvoll ist die Runde?
Leicht, aber nicht flach. Der Startpunkt liegt bei rund 462 Metern, der höchste Punkt der Runde bei etwa 500 Metern. Die 40 Höhenmeter verteilen sich auf mehrere kurze Kehren im Waldhang. Fordernder als die Kondition ist der Untergrund: schmale Steige, Wurzeln, lose Steine und nach Regen rutschige Passagen. Festes Schuhwerk ist Pflicht, Turnschuhe reichen hier nicht.

Wie verläuft der Weg?
Vom Parkeingang in den Waldhang
Vom Einstieg geht es zunächst auf breiterer Wegspur nach Osten in den Park hinein. Nach wenigen Minuten wird der Weg schmäler und steigt in Kehren den bewaldeten Hang hinauf. Markiert ist der Steig als Alpenvereinsweg Nr. 15; am Einstieg steht die Standorttafel 815.


Zum höchsten Punkt der Runde
Nach etwa 20 bis 25 Minuten ist der höchste Punkt der Runde auf rund 500 Metern erreicht. Hier verlaufen mehrere Steige nebeneinander, die sich zu einer kleinen Schleife verbinden lassen.





Rückweg zum Ausgangspunkt
Der Rückweg führt auf einer etwas tiefer liegenden Wegspur nach Westen zurück und trifft nach rund 15 Minuten wieder auf den Ausgangspunkt. Damit ist die Runde geschlossen.

Wie komme ich zum Aigner Park?
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Vom Salzburger Hauptbahnhof fährt die S-Bahn S3 bis zur Station Salzburg Aigen. Außerdem halten der Obus der Linie 7 und die Buslinie 160 in Aigen, unter anderem bei der Haltestelle Ernst-Grein-Straße. Vom Bahnhof Salzburg Aigen beziehungsweise der Haltestelle Aignerstraße sind es laut Wegweiser 20 Minuten zu Fuß über die Schlossallee und am Schloss Aigen vorbei bis zum Parkeingang.
Mit dem Auto und Parken
Von der Aignerstraße auf Höhe der Haltestelle Ernst-Grein-Straße abbiegen, durch die Unterführung und über die Schlossallee zum Schloss Aigen. Dort, wo die Schwarzenbergpromenade auf die Lotte-Lehmann-Promenade trifft, liegt der Eingang zum Aigner Park mit einigen Parkplätzen. An schönen Wochenenden sind diese rasch belegt.
Was gibt es im Aigner Park zu sehen?
Der Park entstand ab 1780 als englischer Landschaftsgarten und war damals in ganz Europa bekannt. 1962 wurde er unter Denkmalschutz gestellt, seit 1980 ist er Geschützter Landschaftsteil nach dem Salzburger Naturschutzgesetz. Zu den bekanntesten Schauplätzen zählen:

- Untere Grotte – eine natürlich entstandene Höhle, die wohl kurz nach 1800 künstlich erweitert, mit zwei Säulen geschmückt und mit einem Eisentor verschlossen wurde. Schon im späten 18. Jahrhundert war sie mit ihrem Wasserfall ein Treffpunkt der Salzburger Illuminaten-Loge Apollo.
- Schleusenbrücke – die historische Schleuse mit hölzernem Schützentor über dem Bachbett
- Kanzel – Aussichtsplatz oberhalb des Bacheinschnitts
- Fürstin-Anna-Sitz – ein steinerner Tisch mit Holzbank unter mächtigen Buchen, an den Fuß eines Felsvorsprungs gebaut. Der beste Platz auf der Runde, um nach dem Anstieg zu verschnaufen.
- Felsenplatz, Galerieplatz und Badquell-Platz mit der einstigen Bitterquelle
- Gilowskyhöhle und Jägerhöhe im oberen Parkteil

Die Stadt Salzburg hat diese Punkte mit dunkelgrünen Tafeln der Serie „Schau Plätze Aigner Park“ beschildert – sie erzählen die Geschichte des Ortes direkt am Weg.





Die hier beschriebene kurze Runde streift den unteren Parkteil. Wer alle Schauplätze sehen möchte, hängt den Aufstieg Richtung Kanzel und Jägerhöhe an. Vom selben Wegweiser führt der Weg 15 übrigens weiter auf den Gaisberg: Zistelalm in 1¾ Stunden, Gaisbergspitze in 2½ Stunden.
Sicherheit, Ausrüstung und Einkehr
Der Aigner Park ist stadtnah, aber kein Spazierweg im Wortsinn: Die Steige sind schmal und stellenweise abschüssig. Empfohlen sind knöchelhohe Wanderschuhe mit Profil. Hunde müssen im gesamten Aignerwald an der Leine geführt werden; direkt neben dem Parkeingang liegt eine eingezäunte Hundewiese. Da der Park Geschützter Landschaftsteil ist, gilt: auf den Wegen bleiben. Notruf Bergrettung 140, Euronotruf 112.
Zur Einkehr bietet sich das Gasthaus Schloss Aigen an, laut Wegweiser fünf Gehminuten vom Einstieg entfernt. Öffnungszeiten am besten vorab prüfen.
Häufige Fragen zur Runde im Aigner Park
Wie lange dauert die Runde im Aigner Park?
Die reine Gehzeit beträgt rund 30 Minuten. Wer sich Zeit für die Schauplätze und Fotos nimmt, ist gut eine Stunde unterwegs.
Ist der Aigner Park für Kinder geeignet?
Ja, die kurze Distanz und die geringen Höhenmeter machen die Runde familientauglich. Die Wege sind allerdings schmal und teils rutschig – kleine Kinder gehören an die Hand.
Wo kann ich beim Aigner Park parken?
Beim Parkeingang am Treffpunkt von Schwarzenberg- und Lotte-Lehmann-Promenade gibt es Parkmöglichkeiten. Bei Schönwetter sind sie schnell ausgelastet – dann ist die Anreise mit S3, Obus 7 oder Bus 160 die bessere Wahl.
Darf ich meinen Hund mitnehmen?
Ja, im gesamten Aignerwald besteht allerdings Leinenpflicht. Für den Freilauf gibt es die eingezäunte Hundewiese neben dem Parkeingang.
Kann man die Runde im Winter gehen?
Grundsätzlich ja. Bei Schnee und Laubnässe werden die steilen Steige aber sehr rutschig, dann ist Vorsicht geboten.
Angaben nach eigener Begehung am 13. August 2026. Wetter und Wegzustand bitte vor der Tour prüfen.
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