Winterwandern in Österreich: die schönsten Winterwanderwege je Bundesland
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Winterwandern in Österreich: die schönsten Winterwanderwege je Bundesland

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Knirschender Schnee, klare Luft und am Ende eine warme Stube: Winterwandern geht ohne Skikurs, ohne teure Ausrüstung und in fast jedem Alter. Die Wege sind geräumt oder präpariert und meistens gut beschildert. Hier findest du die schönsten Winterwanderwege in Österreich, sortiert nach Bundesland, dazu Tipps für Ausrüstung und Sicherheit.

Winterwanderer am Dobratsch bei Villach
Winterwandern am Dobratsch · Foto: Region Villach Tourismus GmbH / Luca Tribondeau

Salzburg

  • Postalm und Bluntautal im Tennengau: ein weites Hochplateau mit Almhütten und ein stilles Tal bei Golling – beides beschreiben wir genau in Winterwandern im Tennengau.
  • Uferwanderweg am Fuschlsee und der Wallfahrerweg am Wolfgangsee: Winterwege mit Seeblick im Salzkammergut.
  • Gaisberg: der Hausberg der Stadt Salzburg, mit Rundweg und Einkehr auf der Rauchenbichlalm.
  • Gastein und Filzmoos: in die Prossau bei Bad Gastein und die Hofalmwanderung in Filzmoos – zwei Klassiker im Innergebirg.

Weitere Tipps sammelt SalzburgerLand Tourismus ↗.

Tirol

Seefeld ist eine der großen Winterwanderregionen Österreichs: Über 140 Kilometer präparierte und beschilderte Wege ziehen sich über das Hochplateau, dazu kommen mehrtägige Winterweitwanderungen von Ort zu Ort. Eine schöne Runde ist Seefeld – Mösern – Wildmoos mit 11,7 Kilometern und rund dreieinhalb Stunden (Tirol Werbung ↗).

Zehn weitere Routen im ganzen Land findest du in Winterwanderung in Tirol. In Osttirol ist Kartitsch als Winterwanderdorf ausgezeichnet.

Vorarlberg

Im Kleinwalsertal verbinden Winterwanderwege die Orte am Talboden mit den Hütten an den Hängen. Am Arlberg führt der Alfenzweg bei Klösterle gemütlich durch das Tal.

Kärnten

  • Dobratsch: Von der Aichingerhütte zur Rosstratte sind es 2,1 Kilometer, gut eine Stunde, mit Busanbindung ab dem Bahnhof Villach.
  • Bad Kleinkirchheim: Der Winterwanderweg ab dem Thermal Römerbad ist 7,7 Kilometer lang – danach geht’s ins warme Wasser.
  • Weissensee, Nassfeld und Nockberge gelten als besonders schneesicher. Mehr zum Weissensee im Winter.

Angaben laut Kärnten Werbung ↗.

Steiermark

Die Region Schladming-Dachstein zählt über 300 Kilometer präparierte Winterwanderwege in allen Höhenlagen. Ramsau am Dachstein und Schladming sind zertifizierte Wanderdörfer. Mit dem Winterwanderticket fährst du mit mehreren Bergbahnen und den Bussen, und am Abend ist der Weg durch die Talbachklamm beleuchtet (Schladming-Dachstein ↗).

Oberösterreich

  • Hinterstoder: die Schiederweiher-Runde (6 km) zum spiegelnden Weiher vor den Felswänden des Toten Gebirges, oder die Polsterlucken-Runde (5,2 km).
  • Traunkirchen: zur Hochsteinalm (2,8 km), bei Familien sehr beliebt.
  • Mühlviertel: der Winterwanderweg Pfarrwald in Pfarrkirchen im Mühlkreis (ca. 10 km) durch verschneite Wälder und Alleen.

Alle Wege laut Oberösterreich Tourismus ↗.

Niederösterreich

Am Semmering führt die Raxblickrunde (6,8 km, gut eineinhalb Stunden) von der Passhöhe zu Aussichtspunkten mit Blick auf die Rax. Der Bahnwanderweg zwischen Breitenstein und Klamm (knapp 7 km) läuft an den Viadukten der Semmeringbahn entlang, die zum UNESCO-Welterbe gehört (Wiener Alpen ↗).

Ausrüstung und Sicherheit

  • Feste, wasserdichte Schuhe mit gutem Profil und bei Eis kleine Steigeisen (Grödel) für die Schuhe. Stöcke geben zusätzlich Halt.
  • Zwiebelprinzip: lieber mehrere dünne Schichten, dazu Mütze, Handschuhe und eine warme Jacke für die Pause.
  • Früh starten: Im Dezember wird es schon gegen halb fünf finster. Eine Stirnlampe gehört in den Rucksack.
  • Auf den präparierten Wegen bleiben und vorher nachschauen, ob ein Weg offen ist – nach Neuschnee oder Sturm werden Wege auch gesperrt. Abseits davon gilt: Lawinenkunde für Winterwanderer.

Wie viel Schnee gerade liegt, zeigen unsere Schneeberichte für Österreich. Mit Kindern unterwegs? Dann lies Winterwanderung mit Kindern. Lust auf mehr? Schneeschuhwandern und die Mondscheinwanderung sind die nächsten Schritte. Und wer lieber auf Kufen unterwegs ist: Rodeln in Salzburg.

Häufige Fragen

Wo kann man in Österreich gut winterwandern?

Große Netze mit präparierten Wegen gibt es zum Beispiel in Schladming-Dachstein (über 300 km) und in der Region Seefeld (über 140 km). Schöne kürzere Runden findest du in jedem Bundesland, etwa am Fuschlsee, in Hinterstoder oder am Semmering.

Was ist der Unterschied zwischen Winterwandern und Schneeschuhwandern?

Beim Winterwandern gehst du auf geräumten oder präparierten Wegen in normalen Winterschuhen. Mit Schneeschuhen geht es durch tiefen, unberührten Schnee – dafür brauchst du mehr Erfahrung und musst die Lawinenlage kennen.

Brauche ich Spikes zum Winterwandern?

Auf gut präparierten Wegen meistens nicht. Bei Eis, auf festgetretenem Schnee oder bergab helfen leichte Grödel aber sehr – sie wiegen wenig und passen in jeden Rucksack.

Längen und Angaben laut den genannten Tourismusverbänden, Stand Oktober 2026. Ob ein Weg geöffnet ist, hängt vom Schnee ab – bitte vor der Tour beim Tourismusverband nachschauen.

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